Sie sind hier:
  • Unsere Schule

Das sind wir

Leitung der Grundschule Walliser Straße: Oliver Leimbach und Natalie Thielmann

Die Grundschule Walliser Straße ist eine gebundene Ganztagsschule in Osterholz Tenever. Wir sind im August 2022 an den Start gegangen, weil viele Schüler*innen im Stadtteil eine weitere gute Schule brauchten. Wir sind auf dem Campus der Gesamtschule-Ost, mit der wir eine Kooperation aufbauen. Im Schuljahr 25/26 besuchen rund 240 Kinder unsere zwölf Lerngruppen. Unsere Schule ist so vielfältig wie unser Stadtteil. Diese Vielfalt begreifen wir als Reichtum, den wir wertschätzen und als Chance nutzen. Wir setzen uns ein für alle Kinder, die bei uns lernen und leben, in all ihrer Unterschiedlichkeit und Individualität.
Unser multiprofessionelles Team wird jedes Jahr erweitert.

Das Kollegium im Schuljahr 2025-2026

Das Kollegium im Schuljahr 2025-2026
Das Kollegium im Schuljahr 2024-2025
Das Kollegium im Schuljahr 2023-2024

Unser Konzept

Weiter zum Konzept in leichter Sprache

Unsere Idee

Wir sind eine Inklusive Schule, in der die Schüler:innen des Stadtteils und die Mitarbeitenden unter den gegebenen Bedingungen die Möglichkeit erhalten, im Schulhaus die beste Version ihrer selbst herauszubilden und sich gesund zu entwickeln.
Unser "Schulhaus" (siehe Grafik) besteht aus einem stabilen Fundament, drei tragenden Säulen und einem schützenden Dach.

Unser Fundament

Offene Schule

Wir sind offen für Kinder, für Eltern, Mitarbeitende und Interessierte. Die Lerngruppentüren sind möglichst immer offen. Deshalb bemühen sich alle leise im Gebäude zu sein. Dies schafft einen engen Austausch zwischen den Lerngruppen und Mitarbeitenden. In besonderen Situationen kann untereinander schneller geholfen werden.

Familienmitglieder können in der Ankommen-Zeit von 8.00 bis 8.15 Uhr ihre Kinder ins Gebäude begleiten. Dies schafft Entspannung bei Kindern und Eltern. Eltern können mit dem Klassenteam ein "Tür-und-Angel-Gespräch" führen, in dem kurzen Anliegen und Fragen geklärt sowie ggf. Termine vereinbart werden. Ein Mitteilungsheft und eine Postmappe ergänzen die Kommunikationswege. Wir sehen die Familien als Expert:innen für ihre Kinder. Kommunikationsbarrieren möchten wir verringern.

Eltern dürfen ohne Anmeldung täglich in der Lernzeit 1 und im Morgenkreis hospitieren und mitarbeiten. Sie lernen neben dem Lernverhalten ihres Kindes auch unsere tägliche Arbeit und unser Konzept kennen und bauen Vertrauen auf.

Es finden regelmäßige Elternsprechtage mit Kinderbetreuung und Elternabende unter Einbezug von Sprachmittler:innen statt. Die Schulelternsprecher:innen laden interessierte Eltern einmal im Monat zum Austausch mit der Schulleitung im Elterncafe ein.
Auf dem family-board im Foyer können die Familien sich über wichtige Neuigkeiten, über Aktionen der Schule und des Stadtteils informieren.

Familien können im Schulförderverein, in der Projektschiene, bei den Lernfesten oder auch in der Lernzeit 1 mitarbeiten. Interessierte, Student:innen und Schülerpraktikant:innen unserer Partnerschule, der GSO, können ab dem 9. Jahrgang ihr Praktikum bei uns absolvieren, wenn sie ein klares Interesse an unserer pädagogischen Arbeit zeigen.

Wir sind offen im Stadtteil. Wir kooperieren mit vielen Partner:innen und freuen uns über ehrenamtliche Mitarbeit, z.B. als Lesehelfer:in.

Wir sind offen für Neues. Wir besuchen als Team regelmäßig andere Schulen und Fortbildungen. Wir setzen uns mit neuen Konzepten auseinander und passen sie für unsere Schule an.

Durch Möglichkeiten der Mitbestimmung der Schüler:innen für ihren individuellen Lernweg wird Offenheit auch in die konkrete Unterrichtspraxis übertragen. Hier besteht die Verbindung zum Fundament der "Gesunden Schule". Selbstwirksamkeit ist hier eine wichtige Gelingensbedingung für das im folgende erläuterte salutogene Handeln.

Gesunde Schule und bewegte Schule

Die Gesunderhaltung aller Mitarbeitenden und Kinder ist uns besonders wichtig. Das Schulkonzept wird daraufhin überprüft, wie es zur Gesunderhaltung aller Beteiligten beitragen kann. Nach dem Modell der Salutogenese (Antonovsky, 1979 in Burow (2022) sind Strukturen und Aufgaben dann gesunderhaltend, wenn sie für alle Beteiligten, Kindern und Mitarbeitenden sinnhaft, verstehbar und handhabbar sind. Sich im eigenen Handeln als Selbstwirksam zu erleben ist für Menschen von großer Bedeutung. Caring education wird somit zweiseitig gedacht: Fürsorge und Gesunderhaltung für Mitarbeitende und Kinder.

Offenheit und Mitbestimmung des individuellen Lernwegs und interessengeleitetes Lernen:
Die Schüler:innen erhalten in den drei Lernzeiten am Vormittag und in der Projektschiene am Nachmittag Möglichkeiten der Selbst- und Mitbestimmung. In Lernzeit 1 entscheiden sie, ob sie mit ihrem Deutsch- oder Mathematikmaterial beginnen. In der Planarbeit in Lernzeit 2 entscheiden sie, welche Aufgabe sie bearbeiten.

Die Mitarbeitenden erhalten Möglichkeiten sich ihren Neigungen und Fähigkeiten entsprechend einzubringen, z.B. im Einbringen von Projektangeboten. In der gemeinsamen Stundenplanung werden die individuellen Interessen und schulischen Notwendigkeiten gemeinsam ausgelotet.
Die Mitarbeitenden arbeiten Hand in Hand im multiprofessionellen Team. Die Aufgaben für bestimmte Phasen sind durch Rollenbeschreibungen definiert und können im Team gewählt werden.

Rollenbeschreibungen für Lernzeit 1: Begrüßer:in, Berater:in, Checkeri:n

  • Der:die Begrüßer:in empfängt die Schüler:innen morgens, lässt sich das Mitteilungsbuch und die Rückmeldung aus den Projekten zeigen und gibt ggf. korrigiertes Material zurück und geht darüber mit dem Kind in einen kurzen Austausch.
  • Der:die Berater:in unterstützt Schüler:innen, die sich eine engere Beratung beim Arbeiten wünschen, am Beratungstisch. Die anderen Kinder arbeiten möglichst selbstständig und helfen sich entsprechend des Hilfeplans.
  • Der:die Checker:in schaut sich mit dem Kind die gerade fertiggestellte Seite an und berät den weiteren Lernprozess.

Alle Erwachsenen üben ihre Rolle sitzend und leise aus. Sie tragen hierdurch zu einer Arbeitsruhe bei und können nebenbei die Lerngruppe gut beobachten.

Um die Teams zu stärken und resilient für Herausforderungen zu machen etablieren wir die Konzepte der Kollegialen Hospitation und der Kollegialen Fallberatung. In regelmäßigen Abständen treffen sich dazu die festen Beratungsteams und bearbeiten gemeinsam und systematisch Herausforderungen des Schulalltags.

Wir haben drei Schulregeln, auf deren Einhaltung alle achten:

  • Ich bin leise im Gebäude.
  • Ich bin nett zu Dingen.
  • Ich bin nett zu Menschen.

Wir sind eine "Leise Schule". Alle Erwachsenen und Kinder sollen im Schulgebäude leise reden und sich leise bewegen, denn Lärm ist ein großer Stressfaktor. Darauf legen wir großen Wert!
Kinder und Erwachsene haben ausreichend Pausenzeiten, sowie verlässliche Anfangs- und Endzeiten. Wir kommen ohne Gong aus. Das trägt zu unserer Schulregel "Leise im Gebäude" bei und entspannt.
Ein flexibler Anfang bis 8.15 Uhr für die Schüler:innen ermöglicht einen stressfreien Start in den Unterrichtstag.
Das Mittagessen in der Schulmensa im Gebäude der GSO erhalten wir frisch zubereitet und vegetarisch, manchmal durch Fisch ergänzt.
Regelmäßige Zahngesundheitsvorsorge gehört zum Schulalltag.

Bewegte Schule

Wir schaffen Bewegungsangebote innerhalb der Lernphasen.
Die Gestaltung der Lerngruppenräume erfolgt nach dem "Churer Modell" (Lutz, K., Thöny, R. 2024). Das Mobiliar ist so angeordnet, dass einerseits Lernbereiche für unterschiedliche Bedürfnisse und andererseits Bewegungsflächen entstehen. Die Kinder haben freie Sitzplatzwahl. Es werden verschiedene Sitzmöglichkeiten genutzt, den individuellen Bedürfnissen entsprechend: Es gibt Hocker, mit denen man sich ausbalancieren kann und höhenverstellbare Stühle und Tische und Bänke, die das Arbeiten im Hocken und Liegen zulassen. Die Schulranzen stehen in einem Regal und ihr Arbeitsmaterial ist in ihrem Eigentumsfach. Die Kinder dürfen sich leise bewegen, um ihr Arbeitsmaterial zu holen oder ihre Aufgabe checken zu lassen. Die Bewegungsmöglichkeiten und Bewegungswege sind klar definiert.

Es werden regelmäßig Lieder gesungen und Übungen zur Lerngymnastik durchgeführt, um ein ausgewogenes Verhältnis von Konzentration und Entspannung zu gewährleisten.

Wir schaffen Angebote in Form von Aktionswochen und Projekten, um Sicherheit im Umgang mit dem Roller und dem Fahrrad zu erlangen. Während der jährlichen Aktionswochen "Zu Fuß zur Schule" werden die Kinder motiviert zu Fuß, mit dem Roller oder dem Fahrrad in die Schule zu kommen.

Wir bieten für eine Gruppe von ca. 13 Kindern des 2. Jahrgangs pro Quartal einen Wassergewöhnungs- und Schwimmkurs an und fahren mit den Schulrollern zum Schwimmbad. Für den 3. Jahrgang findet das von den Bremer Bädern organisierte verpflichtende Schulschwimmen statt.

Insgesamt haben die Kinder 100 Minuten Pause und Bewegungszeit an der frischen Luft. Bewegungsprojekte am Nachmittag ergänzen den regulären Sportunterricht.

Unser Dach: Lernmotivation erhalten und aufbauen

Unser pädagogisches Handeln hat zum Ziel, die natürliche Motivation von Kindern sich selbst weiterzuentwickeln, zu erhalten und auszubauen. Die Unterschiedlichkeit der Entwicklungsbedingungen und der Lernmotivation der Schüler:innen berücksichtigen wir.

Die Kinder lernen bei uns in ihrem eigenen Tempo. Die Schnelleren werden nicht gebremst die Langsameren bekommen die Zeit, die sie brauchen. Durch unsere Rhythmisierung mit drei Lernzeiten am Vormittag und einer Projektschiene am Nachmittag und durch die Ausrichtung nach dem "Individuellen Lernen mit System" (Schmolke, Grunefeld 2016) möchten wir die Kinder unterstützen, ihr Lernen in die Hand zu nehmen und die Lernmotivation erhalten.

Der Lernstoff knüpft am Vorwissen an. Langsamer Übergang von der KiTa in die Schule durch die Auswahl vorbereitender Materialien (Vorkurshefte).

Es lösen nicht alle Kinder alle Aufgaben, aber alle Kinder sollen an allem teilhaben können! Das Lernmaterial weist eine für die Kinder leicht erkennbare Differenzierung auf.

Wir orientieren uns durchgängig an den Stärken der Kinder. Fehler werden als Lernchance gesehen und sind ein wichtiger Teil des Lernprozesses.

Es finden regelmäßige Kindergespräche statt, in denen gemeinsam mit dem Kind die nächsten Lernziele besprochen und aufgeschrieben werden. Die Kindergespräche bilden die Grundlage für die sich anschließenden Elterngespräche.

Entwicklungspläne helfen den Kindern, dem pädagogischen Personal und den Familien, mögliche Entwicklungsbarrieren der Kinder zu erkennen und abzubauen.

Täglich findet nach der Lernzeit 1 und 2 und im Abschlusskreis eine Selbstreflexion mittels der Zielscheibenmethode statt. Die Kinder werden sich ihres Lernens und Verhaltens bewusster.

Die Kinder lernen bei uns ohne Brüche in einem verlässlichen Rahmen, der in allen Lerngruppen abgestimmt ist. Der Tag ist am Kind orientiert rhythmisiert. Bis 13.30 Uhr lernt es täglich in seinem festen Lerngruppenverbund, und mit seinem kontinuierlichen Lerngruppenteam. In Vertretungssituationen finden die Kinder dieselben Strukturen vor, können sich schnell orientieren und sind sicher aufgehoben.

Alle Erwachsenen im multiprofessionellen Team fühlen sich verantwortlich für jedes Kind, wenngleich sie arbeitsteilig klar definierte Rollen ausfüllen. Das multiprofessionelle Fachpersonal hat so einen ganzheitlichen Blick auf die Kinder und jeder kennt seine wertvolle Aufgabe.

Die Kinder lernen vom 1. Schuljahr an ihre Lernergebnisse im Unterricht und vor der ganzen Schulgemeinschaft zu präsentieren, z.B. bei den Lernfesten am Ende jedes Quartals. So erfahren sie echte Wertschätzung.

Mittlere Säule: Kulturelle Basis (KuBa)

Schwerpunkt in der Vermittlung von Wissen ist am Vormittag die Vermittlung der Schlüsselqualifikationen, um sich Wissen im Verlauf der Schullaufbahn selbstständig aneignen zu können. Aufgrund der Eingangsvoraussetzungen der meisten Kinder des Stadtteils liegt der Schwerpunkt in der Aneignung der Kulturtechniken:

  • Selbstständiges Lernen
  • Laut- und Schriftsprache
  • Mathematik

Die Lerngruppen sind jahrgangsgemischt. Die Heterogenität der Lerngruppen ist die Ausgangsbedingung für alle Unterrichtsplanungen.

Die Kinder haben am Vormittag Zeit, um ihre Kompetenzen in den Kulturtechniken Sprechen, Lesen, Schreiben und Rechnen zu erweitern. Dabei sollen sie gelernte Inhalte üben und wiederholen. Dies geschieht in den oben beschriebenen drei Lernzeiten nach dem Konzept des "Individuellen Lernens mit System" (Schmolke & Grunefeld 2016).

Eine gut strukturierte und am Kind orientierte Lernumgebung hilft den Kindern selbstständig zu lernen (Classroom Management). Es werden individuelle Lernzugänge geschaffen und binnendifferenzierte Angebote gemacht.

In der kulturellen Basis orientieren wir uns an neuesten didaktischen Erkenntnissen und entwickeln unser schulinternes Curriculum stetig weiter.

Ganzheitliches Lernen und Lautsprachbegleitende Gebärden (LGB) und die Visualisierung durch die Metacom-Symbole sind durchgängige Unterrichtsprinzipien.

Eine moderne digitale Ausstattung mit Schüler:innen-iPads, interaktiven Großdisplays und Lern-Apps ergänzt den abwechslungsreichen Unterricht.

Individuelles Lernen

Die Kinder lernen mit Teilarbeitsplänen in den Fächern Deutsch und Mathematik. Die Pläne bilden das schulinterne Curriculum und gleichzeitig den Lernweg des Kindes ab. Pro Schuljahr bearbeitet ein Kind 4-6 Teilarbeitspläne pro Fach.

Lernzeit 1: Die Kinder bearbeiten Aufgaben aus ihrem Plan in Einzelarbeit (überwiegend in Heften). Es wird großer Wert auf Arbeitsruhe gelegt.

Lernzeit 2 und 3: Die Kinder arbeiten in einer überwiegend frei gewählten Sozialform an den meist handlungsorientierten Aufgaben des Arbeitsplans. Die Lehrkräfte setzen Schwerpunkte in Mathematik oder Deutsch und unterrichten die Kinder u.a. lerngruppenübergreifend auf bestimmten Niveaustufen (Level). Der Unterricht bereitet die Kinder auf neue Lerninhalte und Aufgabenformate vor.

Das iPad wird zielgerichtet zur Dokumentation der Ergebnisse, zum Erlernen neuer Lerninhalte durch Videos oder zum Üben mit bekannten Apps regelmäßig eingesetzt.

Das individuelle Lernen und der Fachunterricht werden täglich ergänzt durch zwei weitere ritualisierte Phasen:

  • 5 Minuten Rechnen: Jedes Kind erhält auf seiner Rechenstufe Aufgaben zur Automatisierung von Rechenoperationen.
  • Das Bremer Leseband: Die Kinder lernen nach einem differenzierten Konzept auf unterschiedlichen Lesestufen. Dabei kommen verschiedene Methoden zur Anwendung, die die Leseflüssigkeit und die Sinnentnahme beim Lesen nachweislich verbessern. Die Lernfortschritte werden regelmäßig überprüft. Das Leseband wird wissenschaftlich durch das IQHB begleitet.

Ergänzt wird das Leseband durch individuelle Leseübungen auf Buchstaben- und Silbenebene bis hin zum Lesen auf Wort- Satz und Textebene.

Förderangebote im Kontext der kulturellen Basis

Mehrmals wöchentlich finden unsere Förderangebote, die sogenannten Labore statt. Diese Angebote unterstützt Kinder in Kleingruppen die Grundanforderungen des Unterrichts durch zu erreichen.
In den Sprachlaboren arbeiten die Schüler:innen je nach Bedarf an verschiedenen Schwerpunkten. Dabei finden die folgenden Inhalte Berücksichtigung:

  • Sprachförderung für Kinder mit Deutsch als Erstprache (Prävention von oder Unterstützung bei Sprachentwicklungsverzögerungen in den Bereichen Aussprache, Wortschatz, Grammatik, Kommunikation/Pragmatik und Sprachverständnis)
  • Sprachförderung für Kinder mit Deutsch als Zielsprache
  • Vorläuferfähigkeiten für den Schriftspracherwerb (Phonologische Bewusstheit)
  • Lesen auf Buchstaben-, Silben-, Wort-, Satz- und Textebene
  • Rechtschreibung

Das Deutschlabor findet an 5 Tagen in der Woche von 8.45 Uhr bis 12.00 Uhr für Kinder mit Deutsch als Erstsprache und für Deutsch als Zielsprache statt. Hier wird in einer kleinen Gruppe der Grundwortschatz systematisch aufgebaut und erweitert, um eine erfolgreiche Teilnahme am Regelunterricht zu ermöglichen.
Das Mathelabor unterstützt Kinder in Kleingruppen in den Lernbereichen der Mathematik.
Das Bewegungslabor unterstützt einzelne Kinder in der Festigung ihrer motorischen Fähigkeiten und wird je nach Personalsituation angeboten.

Rechte Säule: Lernen in Projekten

Wir gehen von der Annahme aus, dass Kinder dann am besten lernen, wenn sie sich für den Inhalt interessieren. Deshalb wählen sich die Kinder pro Quartal zwei Projekte aus, an denen sie dann an jeweils zwei Nachmittagen in der Woche lernen. Sie können über eine Erst-, Zweit- und Drittwahl Einfluss auf ihre Projektwahl nehmen. In den Projektangeboten werden Inhalte des Grundschulcurriculums exemplarisch und lebensweltorientiert angeboten. Ausreichend Zeit zum Lernen, fächerübergreifendes Erkunden und Entdecken sind auch hier Leitgedanke. Im ersten Schuljahr wählen die Kinder ein Projekt.

Die Projekte werden von unseren Mitarbeitenden und externen Expert:innen angeboten. Wir bieten gegenwärtig Projekte in diesen Bereichen an: Natur und Umwelt, Gesellschaft, Kunst, Musik und Tanz, Sport und Bewegung, Gesunde Ernährung und kochen, Medien, Sprache und Literatur. Schüler:innen aus unterschiedlichen Lerngruppen lernen in den Projekten in kleinen Gruppen mit bis zu 15 Kindern.

In der Projektschiene erweitern wir unsere Lernumgebung und erkunden das Lebensumfeld der Kinder im Stadtteil und manchmal sogar weiter (Einkaufen, Bücherei, Kletterhalle). Die Eltern erhalten über die Projektmappe Informationen über das Einhalten unserer drei Schulregeln ihres Kindes in den Projekten und signalisieren uns mit ihrer Unterschrift, dass sie die Rückmeldungen erhalten und mit ihrem Kind darüber gesprochen haben.

In den Projekten erleben die Kinder Selbstwirksamkeit und lernen Expert:innen in einer Sache zu werden. Am Ende des Quartals präsentieren sie ihre Ergebnisse auf dem Lernfest.

Linke Säule: Soziales und interkulturelles Lernen

Wir lernen alle voneinander. Jeder trägt aus seiner Kultur und seinem Lebensumfeld wichtige Erfahrungen bei.

Wir lernen kulturelle Feste kennen.

Wir lernen Konflikte gewaltfrei zu lösen. Wir pflegen eine am Kind und seinen Bedürfnissen orientierte Streit- und Konfliktkultur. Konflikte werden mit einem Moderationsbüchlein orientiert an der Gewaltfreien Kommunikation bearbeitet. Die Kinder lernen, Verantwortung für ihr Verhalten zu übernehmen und sich in andere hineinzuversetzen. Sie entwickeln ihre Empathiefähigkeit.

Unsere Schulordnung und das Schutzkonzept zum Schutz vor sexualisierter Gewalt ist durch die Mitarbeitenden erstellt worden und basiert auf einer sorgenden pädagogischen Haltung (Caring education). Sie bietet einen verlässlichen Rahmen mit verschiedenen Handlungsmöglichkeiten, wenn ein Kind sich nicht an Absprachen gehalten hat. Die Eltern unterschreiben ab dem Schuljahr 25/26 mit Schuleintritt, dass sie die Schulordnung und das Schutzkonzept gelesen und den Kern dessen mit ihrem Kind besprochen haben. Die Schulordnung wird durch ausgearbeitete Unterrichtsstunden zu den dort verorteten Themen ergänzt, welche regelmäßig mit den Lerngruppen durchgeführt werden.

Einmal wöchentlich ist der "Raum der guten Lösungen" geöffnet. Dort haben die Kinder Zeit, Konflikte mit Hilfe des Teams von Senior Partners in Schools zu besprechen.

Durch eine Kultur zu Helfen und Hilfe anzunehmen, lernen die Kinder untereinander und werden zunehmend unabhängiger von den Erwachsenen (Systematischer Hilfeplan in allen Klassen).

Täglich leiten die Kinder in ihren Lerngruppen Gesprächskreise.

Wöchentlich findet gemeinsames Singen mit der gesamten Schulgemeinschaft statt. Dies fördert unser Zusammengehörigkeitsgefühl.

Wir beziehen die Herkunftssprachen in unseren Liedern und im Dialog ein.

Literatur

Burrow, Olaf-Axel (2022): Wertschätzende Schulleitung; Verlag: Beltz, Weinheim und Basel
Grunefeld, M., Schmolke,S. (2011): Individuelles Lernen mit System; Verlag an der Ruhr GmbH
Hasel, V. F. (2023): Das krisenfeste Kind, Verlag Kein & Haber AG, Zürich-Berlin
Lutz, K.; Thöny, R. (2024): Das Churer Modell: Dem Lernen Raum geben, Verlag: hep Thiel
Ansgar, Teubert; Hilke, Christa; Kleindienst-Cachay, Christa (2006): Die "Bewegte Schule" auf dem Weg in die Praxis: Theoretische und empirische Analysen einer pädagogischen Innovation. 3. überarbeitete Auflage. Schneider-Verlag, Hohengehren
Wygotski, L. S. (1993): Denken und Sprechen, Verlag Fischer Wissenschaft, Frankfurt a.M.

Unser ausführliches Konzept sowie unsere Rhythmisierung finden Sie hier:

Konzept 2025 (pdf, 863.4 KB)
Rhythmisierung (pdf, 348.5 KB)